Die letzten Tage in Österreich

Unser Weg Richtung Kirchdorf verlief auf einem neuen Radweg. Auf dem Weg wurden wir zum Kaffee eingeladen, haben uns ganz toll unterhalten und Jo hat Oldtimer Traktoren und ein Motorsägenset bestaunt. Nach fast zwei Stunden haben wir uns losgerissen und trafen ein paar Kilometer weiter eine Gruppe namens ‚Naturfreunde‘. Auch sie feierten, denn an diesem Tag wurde der Radweg eröffnet. Wir haben ein Bier bekommen und uns abermals gut unterhalten. Diesmal viel über Politik. Einen Tag zuvor hatte sich die Regierung in Österreich aufgelöst und alles war etwas durcheinander. Zwischendrin.. Wahlwerbung für die Europawahl alle 10 Meter. Wir haben an einem Bootshaus gecampt und sind im Regenwetter am nächsten Tag weiter. Kirchdorf war ein unspektakulärer Einkaufsstop.


Dann ging es weiter und am Abend hatten wir wieder viel Glück. Es wurde spät und wir entschlossen uns nach einem Stück Wiese zu fragen. Es war eine sehr nette Familie mit vier Mädels. Sie haben uns zum Abendessen eingeladen, wir durften duschen und haben hinter dem Haus gezeltet. Natürlich haben wir uns auch gut unterhalten und die Mädchen hatten gute Fragen. Es ist immerwieder interessant zu sehen, wie sich die Fragen von Kindern zu denen der Erwachsenen unterscheiden. Jo wurde zum Beispiel gefragt, ob er den Bart am Anfang der Reise rasiert hatte und er jetzt die ganze Zeit wächst. Die Antwort: ja! Eine gute Frage und das erste Mal, dass sie gestellt wurde. 🙂 Schön, so viel Gastfreundschaft zu erfahren. Danke!

Weiter ging’s nach Wels – ein weiterer Einkaufsstop. Wir haben neben einer Bahnlinie das Zelt aufgeschlagen. Sagen wir es Mal so..wir hatten schon ruhigere Nächte. Irgendwann wurde dann auch endlich das Wetter besser und das hat uns zu Höchstleistungen gebracht. Wir sind 40 km bis zur Donau gelaufen. Das ist ein ziemlich voller Fluss! Wir haben auf einem Campingplatz in Schlögen genächtigt und am nächsten Morgen ging es mit der Fähre auf die andere Seite. Auf dem Donauradweg sind wir in herrlichem Sonnenschein nach Deutschland gelaufen. Die Grenze war unscheinbar.


Nächster Halt: Waldkirchen, Paket von Mama abholen – juhu!